PRANA Lüftungsgeräte mit Kupfer-Wärmetauscher
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Dezentrale Lüftung

Was kostet eine dezentrale Lüftungsanlage? Vollständige Kostenübersicht

Wer über dezentrale Lüftung nachdenkt, will vor allem eines wissen: Was kommt auf mich zu? Die Antwort hängt von Wohngröße, Gerätewahl und Einbausituation ab – doch die Kostenpositionen sind klar überschaubar. Dieser Artikel schlüsselt alle Kosten auf: Anschaffung, Einbau, laufender Betrieb und Förderung. So können Sie realistisch planen und die Investition richtig einschätzen.

Stand 27.06.20266 Min. LesezeitFachredaktion Air Prana Germany

Die vier Kostenpositionen im Überblick

Dezentrale Lüftungsanlagen haben keine versteckten Kostentreiber – wenn man die Rechnung vollständig aufmacht. Die relevanten Posten sind:

  1. Gerätekosten – Kaufpreis der Lüftungsgeräte
  2. Einbaukosten – Kernbohrung, Montage, Elektroanschluss
  3. Betriebskosten – Strom, Filter, gelegentliche Wartung
  4. Planungskosten – Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 (optional, aber empfohlen)

Gegengerechnet werden sollte die BAFA-Förderung, die einen Teil der Investition erstattet.

Gerätekosten: Was ein dezentrales Lüftungsgerät kostet

Einzelne dezentrale Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung sind ab rund 250 Euro erhältlich – einfache Geräte ohne Steuerungsoption aus dem Baumarkt. Qualitätsgeräte mit hohem Wärmebereitstellungsgrad und intelligenter Steuerung kosten zwischen 450 und 850 Euro pro Stück. Hochwertige Modelle mit Zweitraumanschluss oder erweiterter Sensorik können über 1.000 Euro kosten.

Für eine typische Wohnung oder ein Haus werden meist mehrere Geräte benötigt:

GebäudegrößeGeräteanzahl (Richtwert)Gerätekosten (Qualitätsgeräte)
2-Raum-Wohnung, ~60 m²2–3 Geräte900–2.500 €
3–4-Raum-Wohnung, ~100 m²4–5 Geräte1.800–4.250 €
Einfamilienhaus, ~120 m²6–8 Geräte2.700–6.800 €

Die genaue Geräteanzahl hängt vom Grundriss und den zu belüftenden Räumen ab und sollte im Lüftungskonzept festgelegt werden.

Einbaukosten: Was der Handwerker berechnet

Der große Kostenvorteil dezentraler Lüftung liegt im Einbau: Es sind keine Lüftungskanäle und keine Unterdecken nötig. Pro Gerät wird lediglich eine Kernlochbohrung durch die Außenwand benötigt.

  • Kernbohrung: 70–170 Euro je Bohrung, abhängig von Wandstärke und Material
  • Montagezeit: rund 2 Stunden pro Gerät beim Handwerker, Stundensatz 40–60 Euro → ca. 80–120 Euro/Gerät
  • Elektroanschluss: je nach Aufwand und vorhandener Infrastruktur

Im Neubau fallen die Einbaukosten niedriger aus: Wandeinbauhilfen (ca. 35 Euro/Stück) werden in der Rohbauphase gesetzt, die Montage dauert dann nur noch rund 45 Minuten.

Bei der Sanierung im Bestand entstehen die Kernbohrungskosten in voller Höhe. Bei 6 Geräten können das 420–1.020 Euro allein für die Bohrungen sein. Insgesamt ist für die Installation in einem Einfamilienhaus mit ca. 1.000–1.500 Euro Handwerkerkosten zu rechnen.

Laufende Betriebskosten: Strom, Filter, Wartung

Die gute Nachricht: Die Betriebskosten dezentraler Geräte sind sehr niedrig.

Stromkosten: Pro Gerät ca. 4–10 Euro im Jahr. Für ein Einfamilienhaus mit sechs Geräten ergibt das rund 20–30 Euro Stromkosten pro Jahr – weniger als eine Energiesparlampe dauerhaft kostet.

Filterkosten: Filter sollten einmal jährlich gewechselt werden (Grobfilter häufiger). Für alle Geräte eines Hauses sind 40–90 Euro pro Jahr einzuplanen. Die Reinigung lässt sich in 10 Minuten pro Gerät selbst erledigen.

Wartung: Wer die Grundpflege selbst übernimmt, hat keine weiteren Fixkosten. Eine professionelle Wartung durch einen Fachbetrieb kostet 100–250 Euro und ist alle zwei Jahre sinnvoll.

Jährliche Gesamtbetriebskosten für ein Einfamilienhaus: realistisch 80–120 Euro.

Gesamtkosten nach Wohngröße

Inklusive Geräte, Einbau und Planung ergibt sich folgendes Bild:

GebäudetypGesamtkosten (Richtwert)
Wohnung 60–80 m²2.000–4.000 €
Wohnung 100 m²3.000–5.500 €
Einfamilienhaus 120 m²5.000–8.000 €
Einfamilienhaus 150 m²+7.000–10.000 €

Als Faustregel gilt: 40–60 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche – deutlich günstiger als eine zentrale Anlage mit Kanalinstallation.

Dezentral vs. zentral: Kostenvergleich auf einen Blick

KostenpostenDezentralZentral
Anschaffung450–850 €/GerätGerät + Kanalnetz
Einbau70–170 €/Bohrung3.000–8.000 € Mehraufwand im Bestand
Gesamtinvestition EFH5.000–8.000 €8.000–15.000 €
Betriebskosten/Jahr80–120 €120–200 €
Nachrüstung Altbauproblemlosaufwendig, teils nicht sinnvoll

Im Bestand empfehlen Experten dezentrale Systeme ausdrücklich – eine zentrale Anlage nachrüsten ist nur wirtschaftlich, wenn ohnehin größere Baumaßnahmen stattfinden.

Förderung: Was BAFA übernimmt

Dezentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung werden über die Bundesförderung Effiziente Gebäude (BEG EM) beim BAFA gefördert:

  • 15 % Zuschuss auf die förderfähigen Kosten
  • +5 % Bonus bei vorliegendem individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) → max. 20 % Förderung
  • Förderfähige Kosten bis 30.000 €/Wohneinheit (ohne iSFP), bis 60.000 € mit iSFP
  • Gebäude muss mindestens 5 Jahre alt sein
  • Antrag muss vor Maßnahmenbeginn gestellt werden
  • Einbindung eines Energieberaters ist Pflicht

Beispiel: Gesamtkosten 6.000 Euro → Förderung 900 Euro (15 %) oder 1.200 Euro (20 % mit iSFP) → Nettokosten ab 4.800 Euro.

Wann lohnt sich die Investition?

Die Amortisationszeit hängt vom Gebäudezustand, der Heizart und der tatsächlichen Heizkosteneinsparung ab. In gut sanierten Häusern mit hohem Lüftungswärmebedarf liegt sie bei 5 bis 8 Jahren. In schlecht gedämmten Gebäuden, wo die WRG-Einsparung geringer ausfällt, kann sie auch 10–12 Jahre betragen.

Neben der reinen Heizkosteneinsparung sollten folgende Faktoren eingerechnet werden:

  • Verbesserter Wohnkomfort und konstantere Luftqualität
  • Schutz vor Feuchte- und Schimmelschäden (vermiedene Folgekosten)
  • Aufwertung beim Energieausweis (wirkt sich positiv auf Gebäudewert aus)
  • Förderbetrag reduziert die effektive Investition

Dezentrale Lüftung mit PRANA – was die Geräte leisten

Ein Beispiel für hochwertige dezentrale Geräte ist die PRANA 210G ERP Pro M23. Die Anlage arbeitet mit einem keramischen Gegenstrom-Wärmetauscher und erreicht hohe Wirkungsgrade. Wie viele Geräte für Ihr Projekt sinnvoll sind und welche Konfiguration wirtschaftlich optimal ist, lässt sich am besten anhand eines konkreten Raumplans beurteilen. Eine dezentrale Lüftung wie PRANA kann ein sinnvoller Baustein sein – die genaue Auslegung sollte individuell geprüft werden.

Fazit

Dezentrale Lüftungsanlagen sind in der Anschaffung, im Einbau und im Betrieb deutlich günstiger als zentrale Systeme – vor allem im Bestand. Mit Gesamtkosten zwischen 5.000 und 8.000 Euro für ein Einfamilienhaus, Betriebskosten von unter 120 Euro pro Jahr und einer BAFA-Förderung von bis zu 20 % ist die Wirtschaftlichkeit gut kalkulierbar. Wer die Kosten realistisch plant und die Förderung nutzt, erhält eine langfristig rentable Lösung für frische Luft ohne hohe Energieverluste.


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Häufige Fragen

Was kostet ein einzelnes dezentrales Lüftungsgerät?

Qualitätsgeräte mit Wärmerückgewinnung kosten zwischen 450 und 850 Euro. Einfache Geräte sind ab 250 Euro erhältlich, hochwertige Modelle können über 1.000 Euro kosten.

Was kostet der Einbau einer dezentralen Lüftungsanlage?

Pro Gerät fallen Kosten für die Kernbohrung (70–170 €) und die Montage (80–120 €) an. Für ein Einfamilienhaus mit 6 Geräten sind das insgesamt rund 1.000–1.500 Euro Einbaukosten.

Wie hoch sind die laufenden Kosten pro Jahr?

Rund 80–120 Euro für ein Einfamilienhaus: ca. 20–30 Euro Strom und 40–90 Euro für Filter. Wer die Reinigung selbst erledigt, spart zusätzliche Wartungskosten.

Wie viel Förderung gibt es für dezentrale Lüftungsanlagen?

BAFA (BEG EM) fördert mit 15 % der förderfähigen Kosten, mit iSFP-Sanierungsfahrplan bis zu 20 %. Antrag muss vor Maßnahmenbeginn gestellt werden.

Wann amortisiert sich eine dezentrale Lüftungsanlage?

Je nach Gebäude und Heizkosten in 5 bis 10 Jahren. Mit Förderung und hohen Energiepreisen verkürzt sich die Amortisation spürbar.

Ist dezentrale Lüftung im Altbau teurer?

Der Einbau ist durch Kernbohrungen etwas teurer als im Neubau, aber deutlich günstiger als eine zentrale Anlage nachzurüsten. Dezentrale Systeme sind die bevorzugte Lösung für den Bestand.

Brauche ich ein Lüftungskonzept und was kostet das?

Für förderungsfähige Maßnahmen ist ein Energieberater Pflicht. Planungskosten liegen bei 300–500 Euro – diese sind ebenfalls förderfähig.

Quellen & Stand

Stand der Angaben: 27.06.2026. Fördersätze und Normen ändern sich; für Ihr Vorhaben prüfen Energieberater die Förderfähigkeit, wir begleiten und dokumentieren.

Fachredaktion Air Prana Germany

Fachlich geprüft von der Anwendungstechnik der Air Prana Germany UG — dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung, Auslegung nach DIN 1946-6.

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